„Engel unserer Gesellschaft“

 

 

 

Pfaffenhofener Kurier

 

 

 

„Engel unserer Gesellschaft“

 

 

 

Landrat übergibt an sechs verdiente Personen das Ehrenzeichen des Bayerischen Minsterpräsidenten

 

 

 

Ernsgaden –  Die drei Frauen und drei Männer haben eines gemeinsam: Sie übernehmen seit Jahrzehnten Verantwortung, meist ohne großes Aufheben. Bei einem Festakt im Riedmeier-Saal in Ernsgaden überreichete ihnen Landrat Albert Gürtner nun das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten, eine der höchsten staatlichen Auszeichnungen Bayerns. „Menschen wie Sie machen unseren Landkreis lebenswert“, sagte Gürtner. Die Geehrten seien die „“Engel unserer Gesellschaft“.

 

44 Gäste waren gekommen: Angehörige, Bürgermeister sowie Vereinsvertreter. Auf große Inszenierung verzichtete der Landkreis bewusst. Stattdessen erhielt jeder Ausgezeichneter persönliche Worte , persönliche Worte, eine Urkunde und ein Foto mit dem Landrat. Beim gemeinsamen Abrendessen saßen Geehrte, Angehörige und Ehrengäste noch lange beisammen.

Das Ehrenzeichen vergibt der Freistaat seit 1994. Es zählt zu den höchsten Auszeichnungen und ehrt Menschen, die sich mindestens 15 Jahre lang für das Gemeinwohl einsetzen. Auch Ernsgadens Bürgermeister Karl Huber würdigte die Geehrten: „Das Ehrenamt ist kein schöner Zusatz und keine Selbstverständlichkeit. Es ist eine tragende Säule unseres Gemeinwesens.“ Dann rückten die Geehrten selbst in den Mittelpunkt.

 

Gerda Huber (72) prägte den Sängerverein Geisenfeld über Jahrzehnte Von 2002 bis 2018 stand sie an dessen Spitze, 2004 gründete sie den Frauenchor Geisenfeld, den sie bis heute leitet. Besonders freut sie, dass der Chor lebendig geblieben ist. „Viele Mitglieder sind inzwischen über 80. Trotzdem kommen immer wieder Frauen nach, die mitsingen wollen.“

 

Günter Reith (79) ist seit über fünf Jahrzehnten in Geisenfeld aktiv beim Tennis, Fußball und der Feuerwehr Zell. Viele Jahre war er Stadtrat. Seit 2010 führt er den Bürgerring. Durch den Verkauf gespendeter Waren erwirtschaftetet der Verein bislang rund 1,7 Millionenen Euro für soziale Zwecke.

 

Simon Fottner (71), ehemaliger Dritter Bürgermeister, führte den Obst- und Gartenbauverein Oberes Ilmtal von 2002 bis März 2026. Während seiner Amtszeit wuchs der Verein von 140  auf 370 Mitglieder. Mit Schnittkursen, Kräuterwanderungen und Blumenfesten machte der Verein weit über Jetzendorf hinaus auf sich aufmerksam. Bis heute bringt Fottner seine Erfahrung ein.

 

Verena Kiss-Lohwasser (68) leitete von 2007 bis 2024 den AWO-Ortsverband Pfaffenhofen und engagierte sich seit 2011 als Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt. Ihr Anliegen ist , dass Menschen unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Behinderung gleichberichtigt am Leben teilhaben.

 

Adolf Lohwasser (70), ihr Ehemann, war in diser Zeit Schriftführer des Ortsverbandes und übernahm viele handwerkliche Arbeiten. Von 2008 bis 2026 gehörte er außerdem dem Pfaffenhofener Stadtrat an. Gemeinsam prägte das Ehepaar die AWO über viele Jahre.

 

Heidemarie Stüber ist 84 Jahre alt und ihre Geschichte bewegte besonders. Fast täglich verbringt sie Stunden im Seniorenheim St. Franziskus in Pfaffenhofen. Sie singt mit den Bewohnern, hört zu, begleitet Arztbesuche und fährt sonntags mit einem Pfleger zur Kirche. Aus Besuchen bei ihrer Mutter wurde 1998 eine Aufgabe fürs Leben. In der Laudatio hieß es, sie sei die „Seele des Hauses“.

 

Neben den Geehrten dankte der Landkreis im Rahmen des Festaktes auch sechs Feldgeschworenen (Bericht folgt).                                                   atn

 

 

 

Landrat Albert Gürtner (rechts), MdL Karl Straub (links) und Vize-Landrat Karl Huber (daneben) mit den Geehrten Gerda Huber (von links), Günter Reith, Simon Fottner, Heidemarie Stuber, Adolf Lohwasser swie Verena Kiss-Lohwasser. (Foto: Nadja Atzberger)

 

 

 

Weitere Informationen finden Interessenten auch auf der Homepage des AWO Ortsverein Pfaffenhofen hier unter diesem Link.

 

 

 

Lies hierzu auch: Hohe Auszeichnung für langjährige Vorstandsmitglieder des AWO Ortsverein Pfaffenhofen e.V.