„Sanfte Pfoten, starke Wirkung“ – AWO und Hundeschule führen Kinder an Hunde heran

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„Sanfte Pfoten, starke Wirkung“ – AWO und Hundeschule führen Kinder an Hunde heran

Geschrieben von: Redaktion

Kategorie: Pfaffenhofen

Veröffentlicht: 01. August 2025

 

 

Der Kindernachmittag mit Therapiehunden der Hundeschule Pfaffenhofen fand bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pfaffenhofen statt.

(rr) Unter dem Motto „Sanfte Pfoten, starke Wirkung“ fand kürzlich der erste Kindernachmittag mit Hunden statt. Die Veranstaltung wurde von der Hundeschule Pfaffenhofen in Kooperation mit dem Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Pfaffenhofen auf dem Vereinsgelände der AWO in der Schrobenhausener Straße organisiert. Mehr als 20 Kinder im Alter von drei bis vierzehn Jahren nahmen an einem abwechslungsreichen Nachmittag teil, der von der Hundeschule Pfaffenhofen organisiert wurde. Im Mittelpunkt standen spielerische Aktivitäten mit Therapiehunden in Ausbildung.

Welche Aspekte sind im Umgang mit Hunden zu beachten und wie wird ein angemessener Erstkontakt hergestellt? Zunächst erhielten die Kinder eine altersgerechte, praxisorientierte Einführung zur sicheren und respektvollen Interaktion mit Hunden. Im Anschluss konnten sie an vier vielfältig gestalteten Stationen eigenständig aktiv werden und gemeinsam mit den Tieren verschiedene Aufgabenstellungen spielerisch bearbeiten. Im Rahmen der Veranstaltung „Rate mal mit Hund“ zog der Australian Shepherd Romeo Quizfragen aus einer Lostrommel. Trickhund Jonny zeigte nach jeder korrekt beantworteten Frage eine kurze Darbietung. Anspruchsvoll gestaltete sich der Hindernisparcours, den die teilnehmenden Kinder gemeinsam mit den Hündinnen Fia und Yuki absolvierten. In der Künstlerwerkstatt stand kreatives Arbeiten im Mittelpunkt: Die Kinder fertigten Erinnerungsstücke mit farbigen Pfotenabdrücken der Doodlebrüder Leopold und Schorsch sowie des Golden Retrievers Poldi an. Besondere Erlebnisse mit ihrem bevorzugten Hund konnten auf Polaroidfotos festgehalten werden. In der Kuschel- und Leseecke, begleitet von Kalle, Lilly, Skipper und Rufus, fanden die Kinder Ruhe und Entspannung durch gemeinsames Bürsten und Streicheln.

Zu Beginn der Veranstaltung erhielten alle Kinder einen „Pfotenpass“, auf dem die Teilnahme an jeder Station mittels eines „Pfotenstempels“ dokumentiert wurde. Nach erfolgreichem Absolvieren aller Stationen bekamen sie eine Teilnahmeurkunde ausgehändigt. Die Kinder nahmen aktiv an einem abwechslungsreichen Nachmittag teil und zeigten großes Engagement während des gesamten Programms.

„Wir bieten in unserer Hundeschule die Ausbildung für Therapiehunde an“ so Natalie Weickhmann, Hundetrainerin und Eigentümerin der Hundeschule Pfaffenhofen. Und dieser Kindernachmittag gehört als Praxiseinheit zur einjährigen Ausbildung. Die Frage, was das Besondere an den Therapiehunden ist, beantwortet die Hundetrainerin wie folgt: „Die Hunde haben alle große Freude am Umgang mit Klienten – Kindern als auch Erwachsenen. Bei uns in der Ausbildung schulen wir vor allem die Halterinnen zur Körpersprache und dem Verständnis für Hunde, als auch den Umgang beim Einsatz, die Vorbereitung und Nachbereitung.“

Der Einsatz von Therapiehunden oder Hunden im Allgemeinen kann dazu beitragen, Berührungsängste zu verringern und Kontakte unabhängig von Alter oder möglichen Einschränkungen zu erleichtern. Diese Effekte treten nicht nur im therapeutischen Kontext auf; Hunde können in verschiedenen Bereichen soziale Kompetenzen, Empathie und Selbstvertrauen unterstützen. Besonders bei Kindern zeigen sich diese Wirkmechanismen, da Hunde unmittelbar auf Verhalten reagieren und keine Bewertungen abgeben. Dadurch entstehen Situationen, die Nähe, Selbstwahrnehmung und Vertrauen fördern können.

Die Resonanz war groß: „Es war wunderbar zu sehen, wie sich die Kinder im Kontakt mit den Hunden geöffnet haben – manche wurden ganz ruhig, andere richtig lebendig“, sagte AWO-Vorsitzende Herta Sandreuther. Und auch Natalie Weickhmann von der Hundeschule Pfaffenhofen war zufrieden: „Unsere Hunde haben heute viel gelernt – und sie haben gezeigt, wie zuverlässig und zugewandt sie schon mit Kindern umgehen.“

Was bleibt? Viele glückliche Gesichter, neue Erfahrungen im Umgang mit Hunden – und der Wunsch nach Wiederholung. Oder wie Emma (9) es ausdrückte: „Ich wünschte, ich dürfte einen mit nach Hause nehmen.“ Ein Nachmittag, der Spuren hinterlässt – und Lust auf mehr macht.